Warum Übersäuerung das Abnehmen bremst: Michaels Vorgehen
Viele fragen sich, warum sie trotz gesunder Ernährung oder Diäten nicht abnehmen
Ein oft unterschätzter Grund ist eine chronische Übersäuerung. Für Michael ist es deshalb einer der wichtigsten Punkte seines Ernährungsplans, die Übersäuerung und die Wassereinlagerungen im Körper zu verringern. Hier zeige ich Schritt für Schritt, wie er dabei vorgegangen ist und welche Rolle Mehlprodukte, Mineralien und Gewürze spielen.
Was im Körper passiert, wenn man übersäuert
1. Gärprozesse im Darm: Mehlprodukte als Problem
Mehlprodukte wie Brot, Nudeln oder Kuchen können im Darm regelrechte Gärprozesse auslösen. Dabei wird der Körper mit Säuren und Schadstoffen belastet. Das schwächt den Stoffwechsel und kann direkt oder indirekt zu entzündlichen Veränderungen führen. Genau das will man beim Abnehmen vermeiden.
2. Stärke als Klebstoff: warum zu viel davon bremst
Lebensmittel wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln enthalten viel Stärke. Ab einer bestimmten Menge wirkt sie wie ein Klebstoff, der verschiedene Körperfunktionen und vor allem den Stoffwechsel behindert.
Diese Grenze ist bei jedem anders. Wie viel Stärke man verträgt, hängt unter anderem davon ab:
- wie gut der Darm gerade arbeitet,
- wie fit man insgesamt ist,
- wie es um die Gesundheit allgemein steht
- und wie es einem seelisch geht.
Mineralstoffe: der unterschätzte Faktor
Mineralien helfen dem Körper, überschüssige Säuren auszuleiten. Außerdem fördern sie, dass sich entzündlich veränderte Bereiche schneller erholen, und sie verbessern die Arbeit der Zellen und ganz nebenbei auch den Schlaf. Michael hat deshalb nach dem Mittag- und dem Abendessen je zwei Messlöffel basische Mineralien genommen. Mehr zu diesen Mineralien steht auf der Seite Hilfreiche Nährstoffe.
Gewürze: kleine Helfer mit großer Wirkung
Curry und Kurkuma bringen nicht nur Geschmack, sondern wirken auch entwässernd und entzündungshemmend. Michael hat deshalb mittags und abends je einen Teelöffel Currypulver in seine Gemüsepfanne gegeben. So wollte er entzündliche Reaktionen mindern, wenn beim Abnehmen Säuren und Schadstoffe aus den Fettzellen frei werden.
Ernährung umstellen: Mehl und Co. weglassen
Während seiner Diät hat Michael konsequent auf diese Lebensmittel verzichtet:
- alle klassischen Mehlsorten, zum Beispiel aus Weizen, Roggen, Gerste und auch aus Reis
- alles, was daraus hergestellt wird, zum Beispiel Nudeln, Brot, Kuchen, Pizzateig, Kekse, Panaden bei Fleisch und Saucenbinder
- Reis- und Kartoffelgerichte wie Reisnudeln, Kartoffelpüree oder Klöße
Zwei bis drei Ausnahmen pro Woche hat Michael sich erlaubt, also jeweils eine ganz normale Mahlzeit mit Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Brot. Das war sein praktischer Kompromiss. Weil die Ausnahmen auf verschiedene Tage verteilt waren, hatte der Darm dazwischen Zeit, sich zu erholen.
Alle anderen Lebensmittel waren in Michaels Ernährungsplan grundsätzlich erlaubt, und zwar in normalen Mengen. Eine Übersicht steht auf der Seite Erlaubte Lebensmittel.
Der Zell-Stoffwechsel als Schlüssel zum Abnehmen
Verbrennt der Körper mehr Fett und Kohlenhydrate, entstehen in den Zellen auch mehr Milchsäuren. Stehen dann zu wenig Mineralien zur Verfügung, die der Körper gut aufnehmen kann, werden diese Säuren nicht schnell genug aus der Zelle abtransportiert. Michael sagt deshalb: Wer schnell abnehmen will, muss dafür sorgen, dass die Zellen immer gut versorgt und entsorgt werden. Sonst ist eine dauerhaft gute Verbrennung von Fetten und Kohlenhydraten nicht möglich.
Sammeln sich zu viele Säuren in einer Zelle an, steigt ihr Wasseranteil. Die Zelle quillt auf und füllt sich mit Wasser. Das kann Zellulite und Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme, begünstigen und der Haut insgesamt ein aufgequollenes Aussehen geben.
Hintergrund: Darmprobleme und Gärprozesse
Michael verweist auf Studien, nach denen schon vor mehr als 20 Jahren bei über 90 Prozent der über 30-Jährigen die Verdauung nicht mehr normal funktionierte. Diese Werte haben sich seitdem wahrscheinlich nicht verbessert. Gemeint sind keine schweren Darmerkrankungen, sondern Dinge wie Blähbauch, Völlegefühl oder gelegentliche Bauchschmerzen.
Arbeitet die Verdauung langsamer und weniger gründlich, kann der Darm den Nahrungsbrei nicht schnell genug aufspalten und aufnehmen. Michael sagt dazu: „Wir verhungern vor vollen Tellern.“ Typische Anzeichen dafür sind:
- Blähbauch, Luft im Darm und Blähungen
- Gärprozesse im Darm
- Müdigkeit oder Abgeschlagenheit etwa 15 bis 30 Minuten nach dem Essen
Ein anschauliches Bild
Stell dir vor, du lässt einen Topf gekochte Nudeln bei 37 Grad, also bei Körpertemperatur, drei Tage lang stehen. Schon nach ein paar Stunden machen sich Bakterien über die Stärke her, und die Nudeln werden sauer. Das Gleiche passiert bei allen Mehlprodukten, bei Kartoffeln und bei Reis.
Im Darm kann genau das auch passieren, und zwar nicht nur bei träger Verdauung, sondern auch dann, wenn man dauerhaft zu viele stärke- oder glutenhaltige Lebensmittel isst. Irgendwann schafft es der Körper nicht mehr, alles rechtzeitig und vollständig zu verwerten. Wird der Nahrungsbrei nicht mit genügend Verdauungsenzymen aufgespalten, übernehmen die Darmbakterien einen Teil der Arbeit. Sie vergären die übrigen Kohlenhydrate, und je länger sie das tun, desto stärker können die Belastungen durch ihre Abbauprodukte werden. Dazu gehören Säuren, Gase und Giftstoffe. Diese Stoffe gelangen über die Darmwand in den Blutkreislauf und in das Lymphsystem. Ist die Darmschleimhaut bereits gereizt oder durchlässig, kommen mehr Giftstoffe in den Körper. Das Stichwort dazu lautet ‚Leaky Gut‘, also ein durchlässiger Darm.
Die möglichen Folgen
Durch die Arbeit der Bakterien werden auf diese Weise belastende Stoffe im Körper freigesetzt. Das kann direkt oder indirekt zu entzündlichen Veränderungen und zu einer Übersäuerung des ganzen Körpers führen. Weitere mögliche Folgen sind Müdigkeit, das bekannte Fresskoma nach dem Essen und ein langsamerer Stoffwechsel, obwohl man gar nicht so viel gegessen hat.
Wer noch genauer verstehen will, wie Stärke und Gluten den Stoffwechsel bremsen und warum schwarzer Pfeffer nur dann richtig und nachhaltig wirkt, wenn das System frei ist, der findet hier eine ausführliche Erklärung:
→ Pfefferwirkung und die Rolle von Gluten und Stärke
Das hier dargestellte Beispiel dient der Veranschaulichung typischer Zusammenhänge aus Sicht ganzheitlicher Erfahrungsheilkunde. Jeder Körper reagiert individuell.
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